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Kairo verhandelt mit Dschihadisten

Al-Arisch. Die ägyptische Regierung verhandelt mit Dschihadisten, die auf der Sinai-Halbinsel diese Woche sieben Soldaten und Polizisten entführt hatten. Die Dschihadisten wollen Gefangene freipressen. Wie am Freitag aus Sicherheitskreisen bekannt wurde, hat Kairo den Entführern angeboten, die Gefangenen in ein anderes Gefängnis zu verlegen. Die bewaffneten Entführer gehören einer Gruppe militanter Islamisten an. Sie hatten die sieben Männer in der Nacht zum Donnerstag zwischen Al-Arisch und Rafah verschleppt. Sie forderten zunächst die Freilassung von Angehörigen, die wegen Terroranschlägen auf Touristen sowie wegen des Angriffs auf eine Polizeiwache 2011 im Gefängnis sitzen und dort gefoltert worden sein sollen. Eine Gruppe wütender Soldaten organisierte unterdessen aus Solidarität mit den Geiseln einen Sitzstreik an der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen. Der Grenzübergang Rafah blieb dadurch laut Augenzeugen gesperrt. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2013, Seite 6, Ausland

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