-
18.05.2013
- → Ausland
Serbien wirft EU Erpressung vor
Belgrad. Im Streit um die ehemalige serbische Provinz Kosovo hat Serbiens Präsident Tomislav Nikolic der Bundesregierung »Erpressung« vorgeworfen. Vor einem Belgrad-Besuch von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte Nikolic am Freitag im TV-Sender Prvas: »Das Kosovo geben wir nicht her!« Westerwelle hält sich von Sonntag an zu einem zweitägigen Besuch in Serbien und im Kosovo auf. Der Vizesprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, sagte, Ziel sei, das vor einem Monat unter EU-Vermittlung erzielte Normalisierungsabkommen zwischen beiden Seiten jetzt »kurzfristig mit einem konkreten Zeitplan zu versehen«.
Auch der einflußreiche serbisch-orthodoxe Bischof Amfilohije bekräftigte seinen Widerstand. »Das ist kein Abkommen, das ist ein Diktat, das ist Gewalt«, zitierten ihn serbische Medien. (dpa/jW)
Auch der einflußreiche serbisch-orthodoxe Bischof Amfilohije bekräftigte seinen Widerstand. »Das ist kein Abkommen, das ist ein Diktat, das ist Gewalt«, zitierten ihn serbische Medien. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland