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Fall Mollath: Bayern setzt Ausschuß ein

München. Bayerns Landtag will den Fall des seit Jahren zwangsweise in der Psychiatrie festgehaltenen Nürnbergers Gustl Mollath (56) aufarbeiten. Alle Fraktionen stimmten am Mittwoch in München für die Einsetzung des Untersuchungsausschusses. Auch Justizministerin Beate Merk (CSU) soll als Zeugin geladen werden. Die Opposition wirft dem Ministerium vor, dem Landtag im Fall Mollath mehrfach die Unwahrheit gesagt zu haben. Der Ausschuß steht unter Zeitdruck: Er muß vor der Landtagswahl im September seine Arbeit abschließen. Mollath ist seit 2006 in der Psychiatrie untergebracht, weil er laut Gerichtsurteil seine Frau mißhandelt haben soll und laut Gutachten an einem Wahn leidet. Vor zehn Jahren hatte Mollath seine Frau, weitere Mitarbeiter der HypoVereinsbank sowie Kunden beschuldigt, in Schwarzgeldgeschäfte verwickelt zu sein. Die Staatsanwaltschaft hatte damals keine Ermittlungen eingeleitet. Eine Untersuchung der Bank bestätigte allerdings manche Vorwürfe Mollaths. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.04.2013, Seite 5, Inland

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