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Für Pressefreiheit im NSU-Prozeß

Berlin. Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union (dju) in der Gewerkschaft ver.di hat die bayerische Justizministerin Beate Merk aufgefordert, im Prozeß gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier Unterstützer des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) ausreichend Arbeitsmöglichkeiten für Medienvertreter bereitzustellen. In einem Brief an Merk warnt der dju-Vorsitzende Ulrich Janßen vor einem »fatalen Bild rechtsstaatlichen Handelns«, sollte der Eindruck vermittelt werden, die Prozeßbeobachtung werde nur ausgewählten Journalisten gewährt.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.03.2013, Seite 5, Inland

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