Zum Inhalt der Seite

Indien: Verdächtiger erhängt aufgefunden

Neu-Delhi. Drei Monate nach der mörderischen Gruppenvergewaltigung in Indien ist der mutmaßliche Drahtzieher tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden. Ram Singh habe sich am Montag morgen mit einer Bettdecke im Hochsicherheitsgefängnis Tihar erhängt, sagte Gefängnissprecher Sunil Gupta. Der 35jährige sei allerdings mit drei weiteren Insassen untergebracht gewesen, die nicht wegen des Verbrechens an der 23jährigen Studentin angeklagt werden. Laut Gupta soll daher eine Obduktion klären, ob Fremdeinwirkung vorliegt. Der Tod von Singh sei »eine durchgeplante Verschwörung«, betonte dessen Verteidiger V. K. Anand gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Sein Klient sei nicht depressiv gewesen und habe vor einigen Tagen noch seine Familie getroffen. Angehörige des Toten sprachen im Nachrichtensender NDTV von Mord.(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2013, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!