Zum Inhalt der Seite

Südafrika: Schwere ­Vorwürfe gegen Polizei

Benoni. Im Fall eines zu Tode gequälten Mosambikaners hat die Staatsanwaltschaft im südafrikanischen Benoni schwere Vorwürfe gegen neun verdächtige Polizisten erhoben. Der Taxifahrer Mido Macia sei vor und nach seiner Festnahme am 26. Februar brutal mißhandelt worden, sagte Staatsanwalt December Mthimunye am Montag bei einer Anhörung vor Gericht. Als Macia auf der Polizeiwache in Daveyton östlich von Johannesburg eintraf, habe er aus mehreren Kopfwunden geblutet. Dennoch hätten die Polizisten keinen Krankenwagen gerufen. Videoaufnahmen zeigen, wie der 27jährige Mosambikaner mit Handschellen an ein Polizeiauto gekettet und durch die Straßen des Townships Daveyton bis zum Revier geschleift wird. Gut zwei Stunden später wurde Macia tot in seiner Zelle aufgefunden. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2013, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!