-
07.02.2013
- → Ausland
»Richtiger Krieg« in Mali
Paris. In der Gegend um Gao im Nordosten von Mali hat es nach Angaben der französischen Armee Zusammenstöße von malischen und französischen Soldaten mit islamistischen Gruppen gegeben. Französische Streitkräfte hätten sich am Dienstag mit malischen Soldaten auf Patrouille befunden, als sie auf einheimische islamistische Kämpfer getroffen seien, sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Mittwoch dem Sender Europe 1. Le Drian sprach von einem »richtigen Krieg mit bedeutenden Verlusten« in Mali. Am Dienstag hatte er erklärt, es gebe bisher »mehrere hundert« getötete »Islamisten« im Zuge des französischen Militäreinsatzes, der am 11. Januar begonnen hatte. Laut Menschenrechtsorganisationen und Beobachtern wurden zudem zahlreiche Zivilisten bei Luftangriffen und Kämpfen getötet. Le Drian zufolge sind derzeit 4000 französische Soldaten in Mali im Einsatz. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hatte am Dienstag erklärt, sein Land könnte »ab März« wieder abziehen – »wenn alles so gesagt wie vorgesehen«. (AFP/dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland