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Untersuchung bei der Polizei gestoppt

Oslo. Die norwegische Polizei hat eine interne Untersuchung zu den Anschlägen des Rechtsterroristen Anders Behring Breivik gestoppt und damit Unmut bei Hinterbliebenen ausgelöst. Offenbar wolle »niemals jemand aus den schweren Fehlern lernen«, die während der Anschläge im Juli 2011 gemacht worden seien, sagte Alf Vederhus, der Vater eines damals getöteten Jungen, am der Tageszeitung Dagsavisen (Freitagsausgabe). Sein Sohn Haarvard war von Breivik getötet worden. Die Abteilung für innere Angelegenheiten der Polizei hatte am Donnerstag bekanntgegeben, daß die Untersuchung abgebrochen worden sei. Zwar habe die Polizei in ihrer Reaktion auf die Anschläge schwere Fehler gemacht. Es gebe aber keinen Beweis, daß dabei gegen Gesetze verstoßen wurde. Vederhus warf der Abteilung für innere Angelegenheiten vor, die Probleme beim damaligen Einsatz nicht ernst zu nehmen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2013, Seite 7, Ausland

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