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Fall Mollath: Merk weist Kritik zurück

München. Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) wehrt sich vehement gegen Kritik im Fall des gegen seinen Willen in der Psychiatrie sitzenden Nürnbergers Gustl Mollath. Merk wandte sich am Donnerstag im Rechtsausschuß des Landtags unter anderem gegen den Vorwurf, sich zu spät um eine Wiederaufnahme des Verfahrens bemüht zu haben. Auch der Nürnberger Generalstaatsanwalt Hasso Nerlich verteidigte sein Vorgehen. Vertreter der Opposition begrüßten zwar, daß mittlerweile ein neues Gutachten erstellt und das Verfahren wieder aufgenommen werden soll. Die SPD-Abgeordnete Inge Aures mahnte aber, es dürfe deshalb nicht so getan werden, als sei die Welt »wieder heil«. Mollath, der unter anderem Schwarzgeldgeschäfte bei der Hypovereinsbank angeprangert hatte, ist seit 2006 wegen angeblicher Gemeingefährlichkeit in der Psychiatrie untergebracht. Der Fall ist brisant, weil die Schwarzgeldvorwürfe offensichtlich stimmen.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2012, Seite 4, Inland

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