-
07.12.2012
- → Ausland
Expremier des Mordes angeklagt
Bangkok. Der frühere thailändische Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva muß sich im Zusammenhang mit den blutigen Unruhen 2010 wegen Mordes vor der Justiz verantworten. Gegen ihn und seinen damaligen Stellvertreter Suthep Thaugsuban werde in der kommenden Woche Anklage erhoben, teilten die zuständige Ermittlungsabteilung im Justizministerium sowie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Demnach müssen sich Abhisit und Suthep wegen des Todes eines Taxifahrers verantworten, der von der Armee erschossen worden war. Die Entscheidung für die Anklage sei auf der Grundlage Zeugenaussagen sowie eines Urteils gefallen, demzufolge der Taxifahrer von thailändischen Soldaten erschossen wurde, hieß es weiter. Der damalige Regierungschef und sein Vize würden zum 12. Dezember zur Anhörung vor Gericht geladen. Bei den wochenlangen Protesten der sogenannten Rothemden gegen die damalige Regierung waren im Frühling 2010 mehr als 90 Menschen getötet und 1900 weitere verletzt worden.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland