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Mehdorn klagt ­wegen Verspätung

Berlin. Air Berlin klagt wegen der mehrfach verschobenen Eröffnung des neuen Großflughafens Berlin-Brandenburg gegen die Flughafengesellschaft. Das Unternehmen habe beim Landgericht Potsdam am Dienstag eine Klage eingereicht, mit der gerichtlich der Anspruch des Konzerns auf Schadenersatz festgestellt werden solle, teilte Air Berlin mit. Der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft seien durch die Verschiebungen bereits geschätzte Mehrkosten und sonstige Schäden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden. Der Gesamtschaden sei aber noch nicht vollständig zu beziffern. »Wir haben entschieden, unseren Anspruch auf Schadensersatz auf dem Rechtsweg geltend zu machen«, erklärte Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn. Zuvor seien Gespräche mit der BER-Betreibergesellschaft gescheitert. Für Air Berlin sei die Einreichung der Klage deshalb der »einzig gangbare Weg«, um die Interessen des Konzerns zu wahren.

Die Flughafengesellschaft hatte den zugesicherten Eröffnungstermin am 3. Juni 2012 kurzfristig nicht eingehalten und noch zweimal verschoben. Air Berlin hatte zum Sommer 2012 ihr Angebot in der Hauptstadt um über 230 zusätzliche Flüge pro Woche erhöht, die nun über den dafür nicht ausgelegten Flughafen Berlin-Tegel abgewickelt werden müssen.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.11.2012, Seite 4, Inland

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