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NSU-Opferangehörige: kritisiert Behörden

Berlin. Die Angehörige eines NSU-Opfers, Fadime Simsek, erhebt ein Jahr nach dem Auffliegen der Terrorgruppe schwere Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörden. »Wären es Menschen aus anderen Ländern gewesen, den USA, Frankreich oder England, dann wäre im Land doch die Hölle losgewesen«, sagte Simsek, Nichte des ersten NSU-Opfers Enver Simsek, der tageszeitung (Freitagausgabe). »Aber es waren eben nur Türken.« Hätten Polizei und Verfassungsschutz ihre Arbeit richtig gemacht, »hätten nicht so viele Menschen sterben müssen«, so Simsek. Enver Simsek war am 9. September 2000 von den NSU-Terroristen in Nürnberg erschossen worden.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2012, Seite 2, Inland

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