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… und jeden Donnerstag: Medienseite
Die übergroße Mehrheit aller deutschsprachigen Medien wird von Kapitalinteressen gesteuert – kein Wunder also, daß die Redaktionen den Kapitalismus beschönigen und jeden verteufeln müssen, der ihn in Frage stellt. Mit unserer jetzt eingeführten Medienseite, die Sie jeden Donnerstag auf Seite 15 finden, wollen wir versuchen, einige dieser Strategien aufzudecken.
Immer mehr Journalisten dieser Medien erfahren es am eigenen Leibe, was Profitmaximierung heißt: Dumpinglöhne, Hungerhonorare, Entlassungen, Arbeitshetze, fehlende Altersversorgung, Zensur. Auch damit wollen wir uns auf dieser Seite befassen, vor allem auch mit den gewerkschaftlichen Gegenaktionen.
Auch die neuen Trends im Internet wollen wir begleiten – Stichworte: Social Media, Internet-Radio, Netzkampagnen. Gerade in diesem Bereich gibt es enorme Umbrüche – z.B. steht die US-Zeitschrift Newsweek demnächst nur noch auf ihrem Online-Bein – die Printausgabe, die immerhin noch 1,5 Millionen Auflage hatte, wird eingestellt.
Und trotz unserer dürftigen Löhne, die nicht dem Prinzip der Profitmaximierung geschuldet sind: Die junge Welt tanzt weiter auf beiden Beinen, sogar noch ein wenig rhythmischer.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
