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Akteneinsicht für Verteidiger Mannings

Fort Meade. In der Affäre um den mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning hat die Verteidigung das Recht zur Einsicht in Hunderte E-Mails von Vollzugsbeamten zugesprochen bekommen. Die Richterin Denise Lind entschied am Mittwoch, Mannings Verteidigung habe Anspruch auf Einsicht in mehr als 1300 Nachrichten, von denen die Staatsanwälte rund die Hälfte nicht herausgeben wollten. In den Mails geht es um die Inhaftierung Mannings in einem Militärgefängnis in Quantico im US-Bundesstaat Virginia. Mannings Anwälte wollen beweisen, daß ihr Mandant in Quantico mißhandelt wurde. Manning wird vorgeworfen, geheime US-Militärdokumente zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie rund 260000 vertrauliche Depeschen der US-Diplomatie an die Enthüllungswebseite Wikileaks weitergegeben zu haben. Derzeit läuft in Fort Meade das Vorverfahren, der Prozeß soll im Februar beginnen. Manning droht eine lebenslange Haftstrafe.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2012, Seite 6, Ausland

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