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17.10.2012
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Verfassungsschützer muß erneut aussagen
München. Der frühere Chef des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Gerhard Forster, muß erneut vor dem Untersuchungsausschuß des Landtags zum Neonaziterror aussagen. Dies hat das Gremium am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung in München beschlossen. Forster war bereits eine Woche zuvor befragt worden. SPD, Grüne und Freien Wähler hatten eine weitere Vernehmung beantragt, weil sich aus Forsters Aussage Widersprüche ergaben. Wichtige Einzelfragen hätten nicht ausreichend beantwortet werden können, sagte der Vorsitzende Franz Schindler (SPD) am Dienstag. Forster war u.a. zu mögliche Quellen des bayerischen Verfassungsschutzes im Umfeld des Thüringer V-Mannes Tino Brandt befragt worden, der Mitte der 1990er Jahre in Franken gewohnt hatte.
(jW)
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