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06.10.2012
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Neue Runde im Margarineprozeß
Hamburg. Der Rechtsstreit zwischen der Verbraucherorganisation Foodwatch und dem Nahrungsmittelkonzern Unilever über die Margarine »Becel pro.activ« geht weiter. Entgegen der ursprünglichen Planung verkündete das Landgericht Hamburg am Freitag kein Urteil, sondern eröffnete das Verfahren erneut. Dadurch bekomme Foodwatch die Möglichkeit, eine weitere Stellungnahme einzureichen, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Verbraucherorganisation wirft Unilever vor, Hinweise auf Nebenwirkungen der Margarine zu leugnen.
Foodwatch hat nach eigenen Angaben am Dienstag einen Antrag auf Wiedereröffnung des Verfahrens gestellt. Hintergrund sei unter anderem ein Bericht der Berliner Zeitung vom Dienstag. Darin wird der Gießener Professor Hans-Ulrich Klör zitiert, der über die der cholesterinsenkenden Margarine zugesetzten Pflanzensterine sagt, deren Risiko für Nebenwirkungen sei »deutlich geringer als das der Statine oder anderer Medikamente, mit denen sich die Blutfettwerte senken lassen«. Nach Auffassung von Foodwatch räumt der Wissenschaftler damit ein, daß von den Sterinen ein Risiko ausgeht. In einer Unilever-Pressemitteilung hatte Klör noch gesagt, es gebe »keinen Hinweis darauf, daß der Verzehr pflanzensterinangereicherter Produkte mit Nebenwirkungen in Verbindung zu bringen ist«. (dapd/jW)
Foodwatch hat nach eigenen Angaben am Dienstag einen Antrag auf Wiedereröffnung des Verfahrens gestellt. Hintergrund sei unter anderem ein Bericht der Berliner Zeitung vom Dienstag. Darin wird der Gießener Professor Hans-Ulrich Klör zitiert, der über die der cholesterinsenkenden Margarine zugesetzten Pflanzensterine sagt, deren Risiko für Nebenwirkungen sei »deutlich geringer als das der Statine oder anderer Medikamente, mit denen sich die Blutfettwerte senken lassen«. Nach Auffassung von Foodwatch räumt der Wissenschaftler damit ein, daß von den Sterinen ein Risiko ausgeht. In einer Unilever-Pressemitteilung hatte Klör noch gesagt, es gebe »keinen Hinweis darauf, daß der Verzehr pflanzensterinangereicherter Produkte mit Nebenwirkungen in Verbindung zu bringen ist«. (dapd/jW)
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