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Armee räumt ­Siedlerwohnungen

Jerusalem. Israelische Armee- und Polizeikräfte haben in der Nacht zum Freitag zwei provisorische Wohnungseinheiten der größten illegalen Siedlung im Westjordanland zwangsgeräumt und zerstört. Eine Polizeisprecherin sagte, junge Israelis hätten sich der Zerstörung der Holzgebäude widersetzt. Einer von ihnen habe Polizisten angegriffen und sei festgenommen worden. Israels Oberstes Gericht hatte angeordnet, die Siedlung Migron zu räumen. Das Gericht hatte ursprünglich den Abriß der auf palästinensischem Privatland errichteten Häuser bis Ende März angeordnet, dann jedoch die Frist bis zum 1. August verschoben. Später gewährte das Gericht einen neuerlichen Aufschub. Die Regierung will die Siedler auf einen zwei Kilometer entfernten Hügel umsiedeln. Aus Sicht der UNO ist diese ebenso wie alle anderen jüdischen Siedlungen im Westjordanland illegal.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.09.2012, Seite 7, Ausland

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