Zum Inhalt der Seite

Krebs Ost/West

Die Überlebensraten von Krebspatienten in Ost- und Westdeutschland haben sich in den letzten 20 Jahren angeglichen. Vor dem Mauerfall überlebten Menschen mit Krebs in Westdeutschland deutlich länger als Betroffene in der DDR. Die ersten fünf Jahre nach einer Darmkrebsdiagnose überlebten im Osten nur 28 Prozent der Betroffenen, in der BRD waren es 44 Prozent. Bei Prostatakrebs waren es 46 Prozent in der DDR und 68 Prozent im Westen, bei Brustkrebs lag das Verhältnis bei 52 zu 68 Prozent. Mittlerweile unterscheiden sich die Fünf-Jahres-Überlebensraten bei 20 von 25 untersuchten Krebsarten um weniger als drei Prozent. Nur bei Krebs der Mundhöhle, der Speiseröhre und der Gallenblase sowie bei Melanomen sind die Überlebensraten im Westen noch signifikant höher. Umgekehrt haben Bürger im Osten einen leichten Vorteil bei Leu­­kämie. Die Studie entstand am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. Sie basiert auf mehr als einer Million Krebsfälle. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 30.08.2012, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!