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Myanmar schafft ­Medienzensur ab

Yangon. In Myanmar ist die Medienzensur abgeschafft worden. Ab sofort müßten Publikationen vor ihrer Veröffentlichung nicht mehr zur Genehmigung vorgelegt werden, teilte das Informationsministerium des südostasiatischen Landes am Montag mit. Jahrzehntelang hatten sämtliche Publikationen – von Zeitungen über Liedtexte bis hin zu Märchen – vorab von den Behörden genehmigt werden müssen.

Im Frühjahr 2011 löste eine formal zivile Regierung unter Präsident Thein Sein die bis dahin herrschende Militärjunta ab und leitete eine Reihe von Reformen ein. Auch die Medienzensur wurde im vergangenen Jahr allmählich gelockert. Nun wurde als letzte Etappe auch die Zensur politischer und religiöser Schriften abgeschafft. Im Rahmen des Reformprogramms wurden Hunderte politischer Häftlinge freigelassen. Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, die lange Jahre inhaftiert war oder unter Hausarrest stand, zog inzwischen ins Parlament ein.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2012, Seite 6, Ausland

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