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Polizeigewerkschaft kritisiert Innenminister

München/Berlin. Polizeigewerkschafter haben einen Medienbericht über manipulierte Abrechnungen der Bundespolizei als »Schmutzkampagne« des Bundesinnenministeriums zurückgewiesen. »Offensichtlich« solle so im nachhinein die Entlassung der Führung der Bundespolizei gerechtfertigt werden, erklärte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt (Foto), am Sonntag in Berlin.

Nach einem am Wochenende veröffentlichten Focus-Bericht sollen sich Leibwächter der Bundespolizei im Ausland mit manipulierten Abrechnungen von Überstunden Geldleistungen erschlichen haben. Nach Einschätzung von Fachbeamten beläuft sich der Schaden auf eine Summe von mehreren hunderttausend Euro, wie das Magazin berichtete. Demnach soll der kürzlich von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) abgelöste Bundespolizei-Präsident Matthias Seeger von den Betrügereien gewußt haben. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2012, Seite 1, Inland

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