Zum Inhalt der Seite

Betrugsvorwurf gegen Wallraff

Hamburg. Ein ehemaliger Mitarbeiter hat dem Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff Sozialbetrug vorgeworfen. Laut einem Bericht des Spiegel vom Sonntag soll Wallraff einen ehemaligen Mitarbeiter über Jahre hinweg schwarz beschäftigt haben. Wallraff soll dem Mann dessen monatliches Gehalt bar und ohne Beleg ausbezahlt haben. Dieser habe am 10. Juli Selbstanzeige beim Finanzamt Köln-Nord erstattet. In einer Stellungnahme teilte Wallraff am Sonntag mit, der Mitarbeiter habe das Geld bar haben wollen, da es ihm sonst gepfändet worden wäre. Er habe dem Mitarbeiter unter Zeugen mehrmals angeboten, unter anderem eine Lebensversicherung für seine Altersvorsorge abzuschließen. Dies habe der Mann jedoch abgelehnt, »da er möglicherweise damals schon vorhatte, mich in der Öffentlichkeit zu diskreditieren«.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!