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Nicht nur für Touristen

In Berlin beginnt im Januar ein Themenjahr zum Faschismus. Unter dem Titel »Zerstörte Vielfalt« sind Ausstellungen, Lesungen, Stadtführungen und Publikationen geplant, wie Kulturstaatssekretär André Schmitz am Freitag mitteilte. »Wir wollen zeigen, wie der Prozeß der Ausgrenzung verlief, wieviel Berlin durch die zerstörte Vielfalt verloren hat und bis heute schmerzlich vermißt«, erklärte Schmitz. 60 Prozent der Berliner wurden ihm zufolge nach 1990 geboren oder kamen danach in die Stadt. »Deshalb dürfte das Themenjahr nicht nur für Touristen interessant sein.« Die Kosten liegen nach Angaben des Sekretärs bei etwa fünf Millionen Euro. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2012, Seite 12, Feuilleton

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