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Fußball-Randspalte

EM-Rassismus

Gdansk/Warschau. Der stellvertretende Bürgermeister der EM-Ausrichterstadt Gdansk hat für einen Eklat gesorgt. In einem Radiointerview bezeichnete Andrzej Bojanowski die Einwohner und Besucher der Stadt als »normale weiße Menschen«, bei denen er sich bedanken wolle. Später meinte er gegenüber der Zeitung Gazeta Wyborcza Daily, er wolle sich bei allen entschuldigen, »die sich von meiner unbedachten Bemerkung verletzt fühlen«.

Schon vorher hatten britische Medien berichtet, Italiens dunkelhäutiger Stürmer Mario Balotelli sei während des ersten Gruppenspiels gegen Titelverteidiger Spanien (1:1) verunglimpft worden, was aber von Italiens Trainer Cesare Prandelli bestritten wurde. Und der tschechische Abwehrspieler Theodor Gebre Selassie soll im Spiel gegen Rußland (1:4) mit Affenlauten bedacht worden sein – was die UEFA bereits seit Tagen »untersucht«. (sid/jW)

Alte neue Rangers

Glasgow. Der insolvente schottische Rekordmeister Glasgow Rangers steht vor der Auflösung. Einer seiner Hauptgläubiger, die britische Steuerbehörde, hatte am Dienstag den Plan abgelehnt, dem 54maligen Meister die hohen Steuerschulden zu erlassen. Verlangt werden Steuernachzahlungen von knapp 59 Millionen Euro. Insolvenzverhalter Paul Clark kündigte an, den 140 Jahre alten Traditionsverein in seiner jetzigen Struktur auflösen zu wollen, um ihn »in eine neue Unternehmenstruktur« zu überführen. Die Steuerbehörde glaubt, daß die Auflösung der jetzigen Vereinsform gerechter sei als die Stundung der hohen Schulden. Gläubiger des Klubs würden mehr von ihrem Geld zurückbekommen. (sid/jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.06.2012, Seite 16, Sport

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