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02.06.2012
- → Inland
Özdemir kritisiert Gauck-Äußerungen
Berlin. Die Äußerungen von Bundespräsident Joachim Gauck über den Islam in Deutschland rufen ein geteiltes Echo hervor. Während Grünen-Chef Cem Özdemir am Freitag die von Gauck getroffene Unterscheidung zwischen Islam und gläubigen Muslimen als nicht nachvollziehbar kritisierte, erntete der Bundespräsident Lob vom CSU-Innenexperten Hans-Peter Uhl. Der Zentralrat der Muslime nannte Gauck einen »klugen Moderator«. Dieser hatte sich zurückhaltend zur Aussage seines Vorgängers Christian Wulff geäußert, der Islam gehöre zu Deutschland. Er nehme die Intention des Satzes an, er hätte selber aber gesagt, »die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland«.
Özdemir sagte den Ruhr-Nachrichten, seit den 1960er Jahren seien Muslime nach Deutschland eingewandert und hätten eben auch ihre Religion mitgebracht. Bereits der heutige Finanzminister und damalige Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe daher 2006 festgestellt, daß der Islam ein Teil Deutschlands sei, unterstrich der Grünen-Vorsitzende. Uhl betonte dagegen in der Passauer Neuen Presse: »Der Islam bleibt für uns eine fremde Religion, dennoch sind die Muslime herzlich willkommen.«
(AFP/jW)
Özdemir sagte den Ruhr-Nachrichten, seit den 1960er Jahren seien Muslime nach Deutschland eingewandert und hätten eben auch ihre Religion mitgebracht. Bereits der heutige Finanzminister und damalige Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe daher 2006 festgestellt, daß der Islam ein Teil Deutschlands sei, unterstrich der Grünen-Vorsitzende. Uhl betonte dagegen in der Passauer Neuen Presse: »Der Islam bleibt für uns eine fremde Religion, dennoch sind die Muslime herzlich willkommen.«
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