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Paraguay: Legal nach 66 Jahren

Asunción. Nach 66 Jahren faktischer Illegalität hat das Oberste Wahlgericht Paraguays Anfang Mai die Kommunistische Partei des südamerikanischen Landes zugelassen. »Unsere Partei kann mit ihrem Namen sowie mit Hammer und Sichel, dem historischen Symbol der Allianz von Arbeitern und Bauern, an den Wahlen teilnehmen«, erklärte die PCP in einer am Montag per Internet verbreiteten Erklärung.

Die 1928 gegründete Partei hatte bislang nur während des »demokratischen Frühlings« 1946/47 einige Monate legal wirken können. Ab 1947 und vor allem unter der Stroessner-Diktatur (1954–1989) mußte sie in tiefster Illegalität arbeiten, ihre Mitglieder wurden verfolgt, gefoltert und ermordet. Nach der Rückkehr zur Demokratie konnte die PCP zwar offen auftreten, doch erst jetzt gilt sie offiziell wieder als politische Partei.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2012, Seite 6, Ausland

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