13.04.2012
In Sachen E 422
Kreuzberger Notizen
Von Eike Stedefeldt
Was tut ein braver Atheist am Tag zwei des höchsten Fests der Christenheit? Er geht, wie jeden Montag, arbeiten – auf einen Gottesacker. Das nennt er dann »Osterspaziergang«. Zum Glück flutet die Frühlingsonne den Luisenstädtischen Kirchhof mit langersehnter, wärmender Helligkeit, grad so, als wollte sie unsre Suche erleichtern. Die nach einem Grabmal, dessen Formensprache sehr an das Schinkelsche für den Altertumsforscher Bartold Georg Niebuhr in Bonn erinner...
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