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Pharmafirmen unter Korruptionsverdacht

Hamburg. Krebsärzte werden offenbar systematisch von der Pharmaindustrie bestochen. Bundesweit wird mindestens gegen drei Pharmaunternehmen ermittelt, wie der Spiegel am Freitag vorab berichtete. Die Firmen sollen Kassenärzte Geld für die Verwendung ihrer Krebspräparate gezahlt haben.

So will die Staatsanwaltschaft Dresden demnächst Anklage gegen Verantwortliche der Pharmafirma Oncosachs erheben, wie das Magazin unter Berufung auf den Sprecher der Behörde berichtete. Das Unternehmen soll Ärzten mehrere hundert Euro pro Patient für die Bevorzugung ihrer Produkte gezahlt haben. Zudem ermittle die Staatsanwaltschaft gegen 47 Mediziner wegen Bestechlichkeit. Ferner wird laut dem Bericht in München gegen den Geschäftsführer von Ribosepharm und in Hamburg gegen Verantwortliche des Krebsmittelherstellers Zyo Pharma ermittelt.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2012, Seite 4, Inland

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