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Zschäpe wird weiter schweigen

Erfurt. Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe wird voraussichtlich doch nicht als Zeugin vor den Thüringer Untersuchungsausschuß geladen. Die Vorsitzende Dorothea Marx (SPD) werde dem Ausschuß auf einer Sondersitzung am Dienstag empfehlen, die Vorladung auszusetzen, hieß es am Montag aus Fraktionskreisen in Erfurt. Grund sei ein Schreiben von Zschäpes Anwalt, in dem dieser angekündigt habe, daß sie weiter schweigen werden. Damit wäre eine Vernehmung angesichts des Aufwandes und der Kosten unverhältnismäßig, hieß es weiter. Der Untersuchungsausschuß des Thüringer Landtags zum Neonazi-Trio hatte im Februar beschlossen, daß Zschäpe vernommen werden soll und dafür als Termin ursprünglich den 12. März ins Auge gefaßt. Er soll vor allem ein mögliches Fehlverhalten der Thüringer Sicherheitsbehörden bei der Verfolgung der Neonazizelle untersuchen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2012, Seite 5, Inland

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