Zum Inhalt der Seite

Wulff-Freund begünstigt?

Hannover. Die Bürgschaftszusage des Landes Niedersachsen für den Filmunternehmer David Groenewold aus dem Jahr 2006 war einem Zeitungsbericht zufolge bis zum 13. Januar 2009 wirksam. Genau in den Zeitraum zwischen 2006 und 2009 fallen die Urlaubseinladungen des Filmunternehmers an den früheren Ministerpräsidenten und heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU). Bis Januar 2009 hätte Groenewold, der als enger Freund Wulffs gilt, einen Bankkredit auf Basis der Garantie erhalten können, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (Donnerstagausgabe).

Die Affäre um die Bürgschaften für Groenewold könnte laut Beobachtern zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Wulff führen, da möglicherweise eine Vorteilsnahme mit Bezug auf das Amt gegeben ist. Eine zeitliche Nähe der Geschehnisse könnte dabei für die Ermittler entscheidend sein.

(dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!