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Zu viele Antibiotika für Kinder

Gütersloh. Kindern in Deutschland werden einer Studie zufolge oft zu rasch Antibiotika verschrieben. Jedes zweite Kind im Alter zwischen drei und sechs Jahren (51 Prozent) habe 2009 ein solches Medikament erhalten, ergab der am Mittwoch veröffentlichte »Faktencheck Gesundheit«, den die Universität Bremen im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh durchführte. Dabei gab es große regionale Unterschiede: So erhielten Kinder im Nordosten doppelt so häufig Antibiotika wie Kinder in Süddeutschland. Besonders oft werden Antibiotika der Untersuchung zufolge bei Mittelohrentzündung, Erkältung und Grippe eingesetzt. In vielen Fällen könne man aber auf diese Arzneimittel verzichten, denn es handele sich häufig um Virusinfekte – Antibiotika wirkten aber in der Regel nur gegen Bakterien.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2012, Seite 4, Inland

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