Zum Inhalt der Seite

Airlines gegen Gewerkschaft

Frankfurt/Main. Der Gewerkschaft der Flugsicherung GdF droht wegen des Arbeitskampfes der Fluglotsen im Herbst 2011 eine Schadenersatzklage in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Lufthansa, Air Berlin und Ryanair hätten die Klage von einem gemeinsamen Rechtsanwalt vorbereiten lassen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Zwar wurde während des Tarifstreits letztlich gar nicht gestreikt, weil der Konflikt mit einer Schlichtung beigelegt wurde. Aber allein wegen der Streikdrohung der Lotsen hätten die Fluggäste massenhaft ihre Buchungen storniert, heißt es dem Blatt zufolge in der Klageschrift. Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte die Klage. Die Fluglotsengewerkschaft zeigte sich empört: »Wenn diese Klage Erfolg hat, dann können wir das Streikrecht in diesem Land gleich ganz abschaffen«, sagte ein GdF-Sprecher dem Blatt.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.01.2012, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!