Zum Inhalt der Seite

Brandanschlag auf rechte Türken

Berlin. In der Nacht zum Mittwoch wurde auf einen Verein türkischer Nationalisten im Berliner Stadtteil Wedding ein Brandanschlag verübt. Fünf Vermummte hätten zwei Brandsätze geworfen, die von den anwesenden Vereinsmitgliedern aber gelöscht werden konnten. Es sei nur Sachschaden entstanden, meldete die Polizei. Laut Staatsschutz besteht der Verdacht, daß die Angreifer Anhänger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK waren.

Europaweit, unter anderem in Berlin war es in den letzten Wochen zu Übergriffen türkischer Nationalisten auf Kurden gekommen. Daraufhin hatten junge Kurden einen Verein der rechtsextremen Grauen Wölfe gestürmt. Im Dezember hatte es dann einen Brandanschlag auf das kurdische »Deutsch-Mesopotamische Bildungszentrum« in Berlin-Kreuzberg gegeben.

Nick Brauns
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.01.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!