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27.08.2011
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Riester-Förderung für Finanzkonzerne
Leipzig. Die staatliche Förderung der sogenannten Riester-Rente kommt nach Ansicht von Linksparteichef Klaus Ernst vor allem Banken und Versicherungen zugute. Die Mittel sollten besser für die Finanzierung einer Mindestrente ausgegeben werden, damit künftig niemand im Alter weniger als 850 Euro habe, sagte Ernst der Leipziger Volkszeitung (Freitagausgabe). Aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Linke-Anfrage im Bundestag geht dem Blatt zufolge hervor, daß der Staat von der Einführung der Riester-Rente 2002 bis Ende vergangenen Jahres Grundzulagen von 4,2 Milliarden Euro sowie knapp vier Milliarden Euro Kinderzulagen für Riester-Sparer gezahlt hat. In der gleichen Zeit seien 5,9 Milliarden Euro als Verwaltungskosten und Provisionen bei den Versicherungsunternehmen verblieben. Ernst sagte, damit sei der größte Teil der Riester-Subventionen direkt in die Taschen der Versicherungsbranche geflossen. Die Altersvorsorge solle nicht mehr über die Finanzmärkte organisiert werden, weil man genauso gut ein Kinderkrankenhaus auf dem Vulkan Ätna bauen könne. (dapd/jW)
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