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Bundesregierung gegen Grenzanlagen

Berlin. Die Bundesregierung hat auf den geplanten Bau von neuen Grenzanlagen an der dänisch-deutschen Grenze mit Unverständnis reagiert. Es gebe für Dänemark »nicht den geringsten Grund«, mit dem Bau zu beginnen, solange sich die EU-Kommission nicht zur Vereinbarkeit dieser Kontrollen mit dem Vertrag von Schengen geäußert habe, erklärte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, am Mittwoch. Der Direktor der dänischen Zollbehörde, Erling Andersen, hatte dem Flensburger Tageblatt vom Dienstag gesagt, im September solle auf deutscher Seite mit der Installation von Warnlichtern, Schranken und Schildern begonnen werden, die auf die Grenzanlage auf dänischer Seite hinweisen. Trotz heftiger Kritik hatte Dänemark Anfang Juli wieder dauerhafte Zollkontrollen für Gütertransporte an den Grenzen zu Deutschland und Schweden eingeführt. Als Begründung wurde die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität angegeben. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2011, Seite 5, Inland

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