Zum Inhalt der Seite

Entwicklungshelfer erster Klasse

Frankfurt. Gegen den Vorstand der bundeseigenen Entwicklungsorganisation Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sind nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau (Dienstagausgabe) Vorwürfe wegen Verschwendung laut geworden. In einem Brief an Entwicklungshilfestaatssekretär und GIZ-Aufsichtsratschef Hans-Jürgen Beerfeltz (FDP) wollte der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding demnach wissen, ob es stimme, daß der GIZ-Vorstand auf Dienstreisen häufig die First Class wähle. Er habe auch die Kosten für einen »Fuhrpark an Luxuskarossen mit jeweils eigenem Fahrer« sowie »umfangreiche« und »größtenteils unnötige« Baumaßnahmen« in den Vorstandsbüros kritisiert. Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verteidigte die Ausgaben laut FR mit den Herausforderungen, die der Vorstand eines Unternehmens mit einem Umsatz von fast zwei Milliarden Euro bewältigen müsse.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.06.2011, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!