Zum Inhalt der Seite

Freispruch für Gurke, Tomate und Salat

Berlin. Die Warnung vor Tomaten, Gurken und Blattsalaten im Zusammenhang mit dem gefährlichen Darmbakterium EHEC ist aufgehoben. Dies sei geschehen, weil die Quelle des Erregers auf Sprossen aus einem niedersächsischen Betrieb eingegrenzt werden konnte, sagte der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, Andreas Hensel, am Freitag in Berlin. Verbraucher sollten Sprossen keinesfalls roh verzehren. Auch sollten alle Lebensmittel entsorgt werden, die aus dem Bio-Betrieb »Gärtnerhof« im niedersächsischen Bienenbüttel stammten, so Hensel. Während die Zahl der aufgrund von EHEC gestorbenen Patienten am Freitag auf 32 stieg, sind Neuerkrankungen in besonders betroffenen Ländern wie Niedersachsen und Hamburg zurückgegangen. Der Deutsche Bauernverband bezifferte unterdessen die Verluste der Gemüsebauern durch EHEC-Warnungen auf etwa 65 Millionen Euro in Deutschland und europaweit auf 500 bis 600 Millionen Euro.

(dapd/AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.06.2011, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!