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Ban mahnt zu Zurückhaltung

New York. Nach dem gewaltsamen Vorgehen der israelischen Armee gegen eine Protestkundgebung auf den Golanhöhen hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon alle Beteiligten zu Zurückhaltung aufgerufen. Der Generalsekretär bedauere »den Verlust von Leben« und verurteile »die Anwendung von Gewalt«, erklärte ein Sprecher Bans am Montag in New York. Es gelte, das Völkerrecht zu achten, um Zivilisten zu schützen. Die israelische Armee hatte am Sonntag das Feuer auf Demonstranten eröffnet, die gegen die Besetzung der syrischen Golanhöhen durch Israel 1967 protestierten und damit begonnen hatten, Teile der Grenzbefestigung niederzureißen. Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana sowie das syrische Staatsfernsehen berichteten von 23 Toten und 350 Verletzten. Die israelische Armee bestritt diese Angaben. Man habe Kenntnis von »zehn Toten und Verletzten durch Brandsätze der Krawallmacher«, sagte eine Armeesprecherin. Ban erklärte, die UN-Mission UNDOF auf den Golanhöhen werde die Ereignisse untersuchen und helfen, die Lage zu beruhigen. Der Generalsekretär verfolge die Ereignisse »mit großer Sorge«, erklärte der Sprecher. Die Vorkommnisse würden die seit langem bestehende Waffenruhe gefährden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.06.2011, Seite 7, Ausland

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