Zum Inhalt der Seite

Käßmann kritisiert ­deutsche Waffenindustrie

Dresden. Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Margot Käßmann hat die deutsche Rüstungsindustrie scharf kritisiert. »Unsere Volkswirtschaften profitieren von dem Krieg, den wir beklagen«, sagte Käßmann am Donnerstag auf dem 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden. »Kann es legitim sein, am Waffenhandel zu verdienen?« fragte sie vor mehreren tausend Zuhörern. Ferner kritisierte sie den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und die Bombardierung Libyens durch die NATO. Dieser »gezielte Versuch, Ghaddafi, mit dem man eben noch munter Geschäfte gemacht hatte, zu töten«, sei »kein Weg zum Frieden.«

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2011, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!