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Belo Monte kann ­gebaut werden

São Paulo. Die brasilianische Umweltschutzbehörde hat den Weg für das Staudammprojekt Belo Monte freigemacht. Die Verantwortlichen erteilten am Mittwoch eine Genehmigung für das Mammutwasserkraftwerk, das von Umweltschützern und Ureinwohnern scharf kritisiert wird. Dem Konsortium fehlt zwar noch eine Betriebsgenehmigung zur Energiegewinnung, mit der Entscheidung vom Mittwoch kann aber der Bau des rund elf Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) teuren Staudamms begonnen werden. Das Kraftwerk soll einmal 11000 Megawatt Strom liefern und damit mehr als sechs Prozent des brasilianischen Energiebedarfs decken. Nach Angaben von Kritikern würde der Staudamm die Existenzgrundlage von 40000 Menschen und den Lebensraum wild lebender Tiere zerstören.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2011, Seite 6, Ausland

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