Zum Inhalt der Seite

Japan: Kan übersteht Mißtrauensvotum

Tokio. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat ein Mißtrauensvotum überstanden. Die Mehrheit der Abgeordneten im Parlament in Tokio sprach dem 64jährigen am Donnerstag ihre Unterstützung aus. Der Mißtrauensantrag war von der konservativen Oppositionspartei LDP eingebracht worden, die ihm schlechtes Krisenmanagement nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vorwirft. Kan hatte bis zuletzt um die Zustimmung aus den eigenen Reihen fürchten müssen, nachdem sein innerparteilicher Rivale Ichiro Ozawa angekündigt hatte, den Antrag der Opposition zu unterstützen. Der Regierungs­chef machte daraufhin ein Zugeständnis und sagte, daß er zurücktreten wolle, wenn er seine Verantwortung für den Wiederaufbau des Landes erfüllt habe.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2011, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!