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27.05.2011
- → Inland
Hundt beklagt Einfluß von »Linksideologen«
Darmstadt. Der Beschluß des ver.di-Gewerkschaftsrates vom
Mittwoch, aus der gemeinsamen Initiative von DGB und dem
Arbeitgeberdachverband BDA für eine gesetzliche Regelung der
Tarifeinheit in den Betrieben auszusteigen, ist bei SPD und BDA auf
deutliche Kritik gestoßen. BDA-Präsident Dieter Hundt
sagte dem Darmstädter Echo (Freitagausgabe) laut Vorabmeldung,
er bedauere die Entscheidung ver.dis. Die Diskussion innerhalb der
Gewerkschaften werde »vornehmlich von linksideologischen
Stimmen verschärft«. SPD-Fraktionsvize Garrelt Duin
sagte der Zeitung, eine Radikalisierung von
Tarifauseinandersetzungen könne sich zur Gefahr für den
Standort Deutschland auswachsen. Falls die Regierung jetzt kneife,
behalte sich die SPD einen eigenen Gesetzentwurf zur Tarifeinheit
vor. Die BDA/DGB-Initiative sieht vor, das Streikrecht für
Spartengewerkschaften stark einzuschränken. (jW)
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