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Rassistischer Mord in Athen

Athen. Nach der Tötung eines jungen Mannes aus Bangladesch in Athen wächst in Griechenland die Angst vor zunehmendem Rassismus. Die Polizei schloß am Donnerstag nicht aus, daß die Tötung des 21jährigen Einwanderers rassistische Motive hatte. Ersten Ermittlungen zufolge verfolgten die beiden Täter ihr Opfer in der Nacht mit einem Motorrad, stellten ihn und brachten ihn mit Messerstichen um. Die neofaschistische Gruppe Chryssi Avgi (Goldene Morgenröte) rief am Donnerstag zu einer Kundgebung gegen die Präsenz von Migranten in der Athener Innenstadt auf. Erst am Dienstag abend hatte es in der griechischen Hauptstadt fremdenfeindliche Ausschreitungen gegeben. Mehrere hundert Demonstranten riefen Parolen wie »Ausländer raus«, gingen auf Einwanderer los und zerstörten ein Geschäft.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2011, Seite 7, Ausland

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