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Greenpeace-Protest gegen CCS-Gesetz

Berlin. Greenpeace-Aktivisten haben am Donnerstag morgen auf der Wiese vor dem Berliner Reichstag mit einem menschlichen Transparent gegen die Pläne zur unterirdischen Lagerung von CO2 protestiert. Anläßlich der Bundestagsdebatte über den CCS-Gesetzentwurf der Bundesregierung forderte die Organisation die Parlamentarier auf, CO2-Endlager in Deutschland abzulehnen. Diese seien »tickende Zeitbomben«, erklärte die Greenpeace-Energiexpertin Anike Peters. Im Schatten der Atomdebatte versuche die Bundesregierung, »klammheimlich ein Gesetz für die Risikotechnologie CCS durchzupeitschen«. Peters verwies u.a. auf die mögliche Versalzung von Grundwasserreservoirs und die katastrophalen Folgen möglicher Leckagen. Dies sehe auch die deutsche Versicherungswirtschaft so, die CO2-Endlager als nicht versicherbar einstufe.

Eine wirkliche Lösung für energiepolitische Probleme könne nur in der Vermeidung von Atommüll und klimaschädlichem CO2 liegen – durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, so Peters. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2011, Seite 4, Inland

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