-
02.05.2011
- → Ausland
Muslimbruderschaft gründet Partei
Kairo. Die Muslimbruderschaft in Ägypten hat eine eigene
Partei gegründet, um bei der Parlamentswahl im September
offiziell antreten zu können. Die neue Freiheits- und
Gerechtigkeitspartei werde zwar mit der Bewegung der
Muslimbrüder kooperieren, sei aber von ihr unabhängig,
sagte der Generalsekretär der Muslimbruderschaft, Mohammed
Hussein, am Samstag in Kairo. Es handele sich nicht um eine
»islamistische Partei im alten Sinne«, betonte deren
Chef Mohammed Al-Mursi. Die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei sei
eine zivile Partei. Die Muslimbruderschaft ist eine der
größten oppositionellen Kräfte des Landes.
Allerdings wurde sie 1954 verboten und konnte bisher nur mit
unabhängigen Kandidaten bei Wahlen antreten. Bei der
Parlamentswahl im September will ihre neue Partei etwa die
Hälfte der Mandate erringen. Befürchtungen, das Parlament
könnte dann islamistisch dominiert sein, versuchen die
Muslimbrüder zu zerstreuen und zeigen sich offen für
Bündnisse mit weltlichen Parteien. Für die
Präsidentschaftswahl im November will die Gruppierung keinen
Kandidaten aufstellen. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
