Zum Inhalt der Seite

Ratingagentur stuft Japan herab

Tokio. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Japans auf den Wert »AA-« herabgestuft. Als Begründung gab S&P am Donnerstag an, die Regierung werde mehr Schulden machen müssen als von den Analysten erwartet. Das Haushaltsdefizit des Landes werde auch in den kommenden Jahren hoch sein und den Gestaltungsspielraum einschränken. Durch die anhaltende Deflation und die alternde Bevölkerung werde Tokio Schwierigkeiten bekommen, seine Schulden zu refinanzieren, hieß es in der Veröffentlichung. Japans Ministerpräsident Naoto Kan und seine Demokratische Partei hätten keine umfassende Strategie zur Bekämpfung der Staatsverschuldung vorgelegt, so S&P weiter. Das jährliche japanische Staatsdefizit werde sich demnach nur geringfügig von 9,1 Prozent im Jahr 2010 auf acht Prozent 2011 verringern. Insgesamt betragen die Schulden des Landes rund das Doppelte seiner Jahreswirtschaftsleistung. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.01.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!