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SPD uneins über ­Ausschreibung

Berlin. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Christian Gaebler, hat sich erneut gegen die Ausschreibung von Teilstrecken der Berliner S-Bahn ausgesprochen. »Ich weiß nicht, warum man damit, daß man der Bahn droht, ihr die Aufträge wegzunehmen, mehr Druck macht als jetzt«, sagte Gaebler am Dienstag im Inforadio des RBB. »Es könnte auch die Reaktion kommen, wenn ihr uns sowieso nicht mehr wollt, warum sollen wir dann überhaupt noch etwas machen.« Die S-Bahn müsse von einem Unternehmen betrieben werden, das der Daseinsvorsorge verpflichtet ist und nicht der Gewinnmaximierung. Gaeblers Parteifreundin und Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer favorisiert die Ausschreibung eines Teilnetzes der S-Bahn für die Zeit nach Auslaufen des Verkehrsvertrages im Dezember 2017. Ein Landesparteitag der SPD hatte sich im November dagegen ausgesprochen und für eine kommunale Trägerschaft votiert. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2011, Seite 5, Inland

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