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EU setzt Gbagbo Ultimatum

Brüssel. Die EU hat dem bisherigen Präsidenten der Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Laurent Gbagbo, ein Ultimatum bis zum Wochenende gesetzt, sich aus seinem Amt zurückzuziehen. Andernfalls würden seine Konten in Europa eingefroren, ein Einreiseverbot verhängt sowie eine Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof geprüft. Dies erklärte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Freitag zum Abschluß des EU-Gipfels. Die Staats- und Regierungschef hätten sich darauf geeinigt. Sarkozy warf Gbagbo vor, eine der stabilsten Nationen Afrikas in ein Land zu verwandeln, in dem unschuldige Menschen von seinen Anhängern erschossen würden. Die Wahlen vom 28, November hatte laut Wahlkommission Oppositionschef Alassane Ouattara gewonnen. Der Verfassungsrat des Landes erklärte hingegen Amtshinhaber Gbagbo zum Sieger.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2010, Seite 7, Ausland

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