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Assange befürchtet Auslieferung an USA

Bungay/Washington. Nach seiner Haftentlassung am Donnerstag befürchtet Wikileaks-Chef Julian Assange eine Auslieferung an die USA. Dies halte er für »immer wahrscheinlicher«, sagte Assange am Freitag vor Journalisten im ostenglischen Bungay. Er habe Informationen über eine geheime Anklage, die zu seiner Auslieferung in die USA führe, sagte Assange. Dies sei aber noch nicht bestätigt worden. Er vermute hinter den Bemühungen Schwedens um seine Auslieferung wegen Vergewaltigungsvorwürfen den Versuch, ihn letztlich an die USA auszuliefern. Die US-Regierung prüft offenbar, das Spionagegesetz von 1917 anzuwenden. Experten verwiesen allerdings darauf, daß das Gesetz zu ungenau und überholt sei, um es auf Assange anzuwenden. Laut New York Times erwägt das Justizministerium zusätzlich, Assange wegen Anstiftung des US-Obergefreiten Bradley Manning zum Geheimnisverrat anzuklagen, der vertrauliche Daten an Wiki­leaks weitergeleitet haben soll.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2010, Seite 2, Ausland

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