Zum Inhalt der Seite

Unicef: Deutschland versagt bei Bildung

Berlin. In einem am Freitag veröffentlichten Unicef-Bericht über Lebensbedingungen von Kindern in 24 Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) landet die Bundesrepublik im Bereich Schulbildung auf dem fünftletzten Platz. Schlechter schneiden nur Italien, Österreich, Frankreich und Belgien ab. Insgesamt liegt Deutschland, was Chancengleichheit armer Kinder angeht, im Mittelfeld.

In der Untersuchung des Unicef-Studienzentrums Innocenti in Florenz wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit für arme Kinder in den betreffenden OECD-Ländern verglichen. Im einzelnen geht es dabei um die materiellen Lebensbedingungen, die Schulbildung und den Gesundheitszustand. Die Schlußlichter waren dabei Griechenland, Italien und die USA.


Beim Lesen, Rechnen und in den Naturwissenschaften erzielten arme Kinder in der BRD schlechtere Leistungen als Kinder der Mittelschicht, wobei die Unterschiede hierzulande größer sind als in den meisten anderen Ländern. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.12.2010, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!