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Ministerin startet neue Attacke gegen Muslime

Berlin. Unter Berufung auf neue Studien hat Bundesjugendministerin Kristina Schröder (CDU) am Freitag erneut eine Attacke gegen angeblich gewaltbereite muslimische Jugendliche gestartet. Allerdings liefere keine dieser Studien einen Beweis für Schröders Thesen, kritisierten Grüne und Linkspartei. Auch der Autor einer der Studien, Ahmet Toprak, wies darauf hin, daß es bisher keine Zahlen zur Gewalt muslimischer Jugendlicher gebe, die auf empirischen Untersuchungen beruhten.

Die Grünen-Politiker Memet Kilic und Kai Gehring warfen Schröder vor, »auf der Sarrazin-Welle« zu surfen. Die Linkenpolitikerin Ulla Jelpke kritisierte, Schröder gieße »Öl ins Feuer der um sich greifenden Muslimfeindlichkeit«. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.11.2010, Seite 2, Inland

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